Gemeindedienste und Infrastruktur

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Viele öffentliche Aufgaben können aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen nur "Hand in Hand", d.h. im Zusammenschluss mit Gemeindeverbänden oder gemeindeverträglich gelöst werden. Beinwil (Freiamt) ist Mitglied folgender Gemeindeverbände: Abwasserreinigung "Reuss-Schachen"; Kreisbezirksschule Muri; Regionale Zivilschutzorganisation Muri-Boswil; Amtsvormundschaft und Berufsberatung des Bezirks Muri und Kehrichtbeseitigung Aarau-Lenzburg (GEKAL). Gemeindeverträge bestehen mit der ambulanten Hauskrankenpflege, mit dem jugendpsychologischen Dienst sowie mit verschiedenen Stellen der öffentlichen Sozialdienste.


Verwaltung

Den Beinwilern steht eine moderne und leistungsfähige Gemeindeverwaltung mit zwei hauptamtlichen Angestellen, einer Teilzeitangestellten, zwei Lernenden, einem vollbeschäftigten Bauamts-/Werkarbeiter und einem Abwart zur Verfügung. Daneben sorgen sich aber auch eine Vielzahl teilzeitbeschäftigter Frauen und Männer mit verschiedensten Aufgaben und Funktionen um das Wohlergehen der Gemeinschaft. Das 1972/73 erstellte und 1992/93 umgestaltete Gemeindehaus im Kirchfeld überzeugt durch seine zweckmässige und vollendete Form. Es stellt der Verwaltung grosszügige Büroräume mit neuzeitlich angeordneten Arbeitsflächen für die Bewältigung der grossen Aufgaben zur Verfügung. Der Einbezug des früheren Kindergartens zur heutigen Kanzleifläche hat sich als optimale Lösung erwiesen. Die räumlichen Ansprüche dürften auf Jahre hinaus genügen. Das Gebäude hat bei seiner Umgestaltung 1992/93 auch einen Dachstuhl sowie eine zusätzliche Wohnung in Form einer attraktiven Giebelmansarde erhalten.
Eingebettet zwischen Verwaltung, Kindergarten und Friedhof ist 1993 in Baugemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirchgemeinde der Park- und Freiraum östlich des Gemeindehauses entstanden. Die begrünte Fläche wirkt unauffällig. Sie bietet rund 40 Besucherautos Platz, kann aber auch für andere Bedürfnisse (z.B. als Festplatz) verwendet werden


Wasserversorgung

Die Trink- und Löschwasserversorgung wird eigenwirtschaftlich durch die Einwohnergemeinde betrieben. Ein glücklicher Zufall wollte, dass man 1969 im "Schürboden" auf 795 m über Meer ein artesisch gespanntes, riesiges Grundwasservorkommen entdeckte. Damit war der langersehnte Zeitpunkt für einen umfassenden Ausbau der Gemeindewasserversorgung gekommen. Die Fassungsanlagen und das Verteilernetz wurden in den Jahren 1972 bis 1975 erstellt. In der Folge lösten sich die fünf Ortswasserversorgungen, welche des öftern mit knappen Ressourcen und auch mit ungenügender Wasserqualität zu kämpfen hatten, auf und übertrugen ihr Vermögen der Einwohnergemeinde. Der Bezug des kostbaren Lebenselementes erfolgt seit 1985 nur noch über Messstellen. Dank der klugen Handlungsweise einiger weitsichtiger Bürger verfügt die Gemeinde heute über ausreichendes Trink- und Brauchwasser in einwandfreier Qualität. In den letzten Jahren wurden verschiedene Netzerweiterungen vorgenommen. Die gesamte Anlage wird laufend modernisiert und einwandfrei gewartet.


 Abwasserreinigung

Die Abwasserreinigung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Aristau, Beinwil/Freiamt und Merenschwand, welche 1977 den Abwasserzweckverband "Reuss-Schachen" gegründet haben. Der Bau der ARA, die Verlegung der Zulaufkanäle und die Erstellung der Anschlusswerke dauerten von 1979 bis 1984. Mit der neuen Kläranlage in Merenschwand/Rickenbach, welche gegenwärtig mit einer Schlammbehandlungsanlage (Hygienisierung und Trocknung) nachgerüstet und damit dem neusten Stand der Abwassertechnik angepasst wird, konnte eine wichtige Umweltschutzaufgabe, nämlich die Sauberhaltung der Gewässer, erfüllt werden. Ein weiterer Schritt, die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier nachhaltig zu verbessern! Die Abwassergebühren werden aufgrund des Frischwasserbezuges erhoben.


Abfallentsorgung

Seit Anfang Oktober 1988 werden die Siedlungsabfälle aus Beinwil der KVA Buchs zur Entsorgung zugeführt. Zwecks Sicherung einer dauernden Abnahme des Hauskehrichts hat die Einwohnergemeindeversammlung von Beinwil/Freiamt den Beitritt zum Gemeindeverband für Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL) Ende 1991 beschlossen und die Satzungen genehmigt. Zur Finanzierung der Abfallentsorgung ist 1992 die Sackgebühr eingeführt worden, welche ab 01. Januar 1994 mit einer aufwanddeckenden Grundtaxe für Haushalt und Gewerbe ergänzt worden ist.


Andere Dienste und Anlagen

Die zeitgemäss ausgestattete Feuerwehr ist seit 1960 im eigenen Magazin in Beinwil/Oberdorf gut untergebracht. Sie unterhält in den Weilern kleinere Aussendepots. Dem Werkbetrieb dient eine stattliche Scheune in Beinwil/Oberdorf, welche 1987 im Zusammenhang mit der Aussiedlung eines Bauernbetriebes erworben werden konnte. Dieses Gebäude stellt einen festen Bestandteil des mittelbaren Orts- und Umgebungsbildes dar. Mit dem Friedhofausbau wurde 1968/69 auch ein Aufbahrungsraum erstellt, welcher sich sehr harmonisch und diskret in die Gesamtanlage einfügt. Schliesslich unterhält die Gemeinde noch verschiedene Dorfbrunnen, welche als Kulturgüter besonderer Art den Kreislauf und die Bedeutung des Wassers als unentbehrliches Lebenselement symbolisieren. Auf unseren Wanderungen durch die Gemeinde begegnen wir überall kleinen Heiligtümern und Denkmälern als stumme Zeugen längst vergangener Zeiten. Sie wollen uns etwas sagen, etwas vermitteln. Es lohnt sich, für kurze Zeit am Wege innezuhalten und die Botschaften der Kunstwerke aufzunehmen.


Elektrizität und Empfangsanlagen

Für die elektrische Versorgung des Gemeindegebietes sind nebst dem AEW als Direktlieferant einiger Aussenhöfe zwei Elektrizitätsgenossenschaften zuständig. Jene für die Ortschaften Beinwil, Wallenschwil, Wiggwil und Winterschwil wurde 1909 gegründet, während das "neue Licht" in Brunnwil/Berg erst im Jahre 1915 Einzug hielt. Das Ortsnetz ist in den letzten Jahren nahezu vollständig verkabelt worden. Dank dem dichten Verteilernetz des Kabelfernsehens Lindenberg konnte der Antennenwald weitgehend aus dem Dorfbild beseitigt werden. Die heute gebräuchlichen, wesentlich kleineren Parabolspiegel stören weniger empfindlich.


Verkehrsanlagen

Verkehrsmässig liegt Beinwil an der wichtigen Durchgangsachse zwischen Reuss- und Seetal. Vier Kantonsstrassenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 9,1 km weisen den Weg über den "Berg". Die Strassen sind gut ausgebaut. Dies trifft selbstverständlich auch für das weit verzweigte Gemeindestrassennetz zu, welches die Ortschaften und abgelegenen Einzelhöfe mit der übrigen Welt verbindet und den Erholungsraum auf dem Lindenberg erschliesst. Diese Weganlagen benötigen in einer Zeit gesteigerter Mobilität auch einen angemessenen Unterhalt, was den Gemeindehaushalt recht stark belastet. Im Rahmen der laufenden Güterregulierung (drei Teilperimeter) sind ferner zahlreiche Güterstrassen über das ganze Gemeindegebiet erstellt worden, welche in das Eigentum der Einwohnergemeinde übernommen worden sind und von dieser ebenfalls unterhalten werden müssen. Dazu werden allerdings Anstösserbeiträge erhoben. In den Jahren 1983-85 wurde mit der Unterführung in Wallenschwil, welche heute eine sichere Querverbindung zum Hauptdorf herstellt, das letzte grosse Strassenbauwerk in der Gemeinde vollendet. Die Postautolinie Nr. 653.50 bietet der Bevölkerung sehr gute Verkehrsverbindungen an. 13 Kurspaare verkehren täglich zwischen Beinwil/Freiamt und der SBB-Station in Muri. Mit dem öffentlichen Verkehrsmittel werden auch die Weiler Brunnwil und Wallenschwil erschlossen. Mehrere Wanderrouten durchqueren das Gemeindegebiet. Sie führen von Auw, Benzenschwil und Geltwil zum schönen Ausflugsziel Horben.

Huwyler-Frei Erhard, Gemeindeschreiber

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Gemeindekanzlei, Kirchfeld 5, 5637 Beinwil/Freiamt
Tel. 056 668 18 60, Fax 056 668 18 31, gemeindekanzlei@beinwil.ch