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Von den 200 Arbeitsplätzen in der Gemeinde entfallen rund 120 auf die Landwirtschaft. Gegenwärtig dürften etwa 20 % der Bevölkerung in der Urproduktion tätig sein. Weitere Verdienstmöglichkeiten bieten die ansässigen Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe an. Industrie ist in Beinwil (Freiamt) nicht angesiedelt. Umso besser vertreten sind laut Betriebsregister jedoch die über 40 Klein- und Mittelbetriebe folgender Wirtschaftssektoren:
Gewerbe: Autofahrschule; Bäckerei; Baggerbetrieb; Bedachungen; EDV-Lösungen; Gastgewerbe (3); Elektrofachgeschäft; Garage (2); Generalbau; Handelsvertretungen (2); Hufschmied; Käserei; Kleidung; Haar- und Körperpflege (3); Landmaschinen; Lebensmittelverkauf; Metzgerei; Mühle; Nutzfahrtechnik; Planung und Entwicklung; Schalldämmungen und Isolationen; Schreinereien (4); Tierpräparatorium; Transporte (2); Werkstoff-Recycling.
Handel, Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung: Bank; Öffentliche Verwaltung mit Schule und Werkbetrieb; Post und Postautobetrieb; Versicherungswesen (3).
Die meisten Arbeitnehmer gehen innerhalb der Bezirksgrenzen, aber auch in den Regionen Zug, Luzern und Zürich einer Beschäftigung nach. Gependelt wird vor allem mit privaten Verkehrsmitteln, da sich Bus und Bahn mit ihren fahrplanmässigen Anschlüssen in der heutigen Arbeitswelt als zu wenig flexibel erweisen.
Beinwil/Freiamt ist jedoch eine typische Bauerngemeinde geblieben. Das Rückgrat der Landwirtschaft stellt die Rindviehhaltung mit etwa 900 Kühen dar. Die Milch wird bei den meisten Höfen abgeholt und vorwiegend zu Emmentaler Käse verarbeitet. Gute Wiesen und Weiden, aber auch eine fachmännisch betriebene Viehzucht fördern die Milchleistung. Der Ackerbau ist in den letzten zehn Jahren ganz beträchtlich ausgedehnt worden, auch in Höhenlagen von mehr als 650 m ü. M.. Die Anbauflächen werden dominiert von Mais und Futterrüben. Erheblich vermehrt haben sich auch die Felder mit Gerste und Korn. Der Feldobstbau spielt bei den heutigen Absatzschwierigkeiten eher eine untergeordnete Rolle. Die Güterregulierung wurde im Jahre 1980 begonnen und umfasst drei Teilperimeter. Es wird mit Gesamtkosten von über 10 Millionen Franken gerechnet. Das Werk soll durch eine Bereinigung der Hofstrukturen zur Existenzsicherung des Bauernstandes beitragen. Die Arrondierungen und neuen Weganlagen bewirken einschneidende Veränderungen in der traditionellen Kulturlandschaft. Aber auch die zähen und andauernden Auseinandersetzungen zwischen der Kommission und einzelnen Grundeigentümern sollen nicht verschwiegen sein. Im Talperimeter Wallenschwil konnte der definitive Besitzstand auf den 01. März 1993 angetreten werden. Dies dürfte demnächst auch im Einzugsgebiet "Berg" der Fall sein, während im Mittelabschnitt noch hängige Einsprachen den Fortschritt blockieren.
siehe auch Rubrik Gewerbe
Huwyler-Frei Erhard, Gemeindeschreiber |